Spielzeit 2006 

 

Der Diener zweier Herren


Komödie von Carlo Goldoni


Inszenierung:  Werner Müller

Zwei Liebende (Florindoe Aretusi und Beatrice Rasponi) sind getrennt worden, weil der Liebhaber den Beatrices im Streit getötet hat. Beatrice reist nun in Männerkleidern unter dem Namen ihres toten Bruders Federigo nach Venedig, um den geflüchteten Florindo zu finden. Unterwegs trifft sie Truffaldino und engagiert ihn als Diener. Nach der Todesnachricht hat Pantalone (zugleich Schuldner der Rasponis) seine Tochter Clarice, die dem Federigo versprochen war, an den Nachbarssohn Silvio verlobt. Nun taucht der vermutlich Tote wieder auf und Beatrice muss nun, um ihr Vermögen zu retten, einige Zeit Federigo spielen, was die Eifersucht Silvios und seines Vaters, dem Dottore Lombardi hervorruft.

Um die Verwirrung perfekt zu machen, steigt nun auch Florindo im selben Wirtshaus ab und Truffaldino verdingt sich ihm ebenfalls als Diener und wird so zum Diener zweier Herren.

Wir haben noch ein zweites Theaterstück von Goldoni in den "Diener zweier Harren" verwoben, nämlich die köstliche Geschichte von der Eitelkeit der Schauspieler aus dem "Theaterdirektor von Smyrna" und wollen uns damit selbst ein wenig auf die Schippe nehmen.

 

Goldoni wollte die "Sitten ändern mit Lächeln". Wir wollen, dass Sie, liebe Zuschauerin und lieber Zuschauer einen vergnüglichen Abend haben und sich vielleicht in der einen oder anderen "Menschen-Figur" Goldonis wiedererkennen.

Carlo Goldoni lebt von1707 bis 1793 und ist ein typischer Vertreter des bürgerlichen Rokokos. Sein Denkmal in Venedig an der Rialtobrücke stellt einen verschmitzt lächelnden Spaziergänger und verständnisvollen Beabachter dar. Und so hat Goldoni auch seine Theaterfiguren geschaffen, indem er seine Mitmenschen genau beobachtete und "Menschen" auf die Bühne stellte...

Der Titel seiner Memoiren heißt bezeichnenderweise "Meine Helden sind Menschen", und nicht "Meine Menschen sind Helden".                                                  Carlo Goldoni

Goldoni wollte die "Sitten durch Lächeln ändern und verbessern", so wie später Brecht sagt, dass "Nachdenken auch Spaß machen darf".

 

Erstmalig in diesem Jahr besteht am Sonntag 16.07.2006 und Samstag, 22.07.2006 die Möglichkeit vor den Aufführungen an einer Führung durch das Schloß Ratibor teilzunehmen. Beginn der Führungen ist jeweils um 18.30 Uhr. (Gebühr 3,-€ inkl. Eintritt Museum) Um telefonische Anmeldung bei Tourist-Information der Stadt Roth wird gebeten: Tel.: 09171/848514.

Der Diener zweier Herren - Die Personen und ihre Darsteller

        Die Herren: 

 Pandolfo, ein Kaufmann, Vater von Clarice               Willy Weigand

 Doktor Lombardi, Vater von Silvio                            Peter Schierz

 Silvio, Sohn des Doktor Lombardi                              Wolfgang Treitz

 Florindo, reicher Kaufmann aus Turin                       Karl Schnitzlein

  Tebaldo, Wirt der Locanda                                        Georg Engelhardt

  Truffaldino                                                                 Thomas Schattner  

  Alberto, ein Diener                                                     Michael Erhard

  Graf Lasca, ein Musikagent                                       Hans Gsänger  

  Carluccio, ein Tenor                                                   Ralph Edelhäußer

 

      Die Damen: 

 Clarice, Tocher des Pandolfo                         Florentine Schmidtmann

 Beatrice Rasponi                                              Esther Schattner

  Smeraldina, Dienerin                                               Beate Hammerl 

  Lucretia                                                                  Annelore Weigand                        

  Annina                                                                    Alexandra Lehmeyer  

  Tognina                                                                   Docky Schattner

  Pasqualina                                                              Maria Hemmerich

  Bediente                                                  Kurt Meyer,  Johanna Kammerer, Julia Wilke

 

Regie:                           Werner Müller

Regieassistenz:           Catrin Niepelt, 

Maske:                          Inge Meisinger

Kostüm:                        Docky Schattner        Karin Winterhager

Bühnenmeister:            Willy Weigand

Souffleuse:                  Catrin Niepelt, Karin Winterhager

Technik:                        Dieter Pelzer, Michael Erhard , Florian Meyer

Musik:                           Günther Fink

Bilder zu den Aufführungen