Spielzeit 2011 

 

Pension Schöller

Posse in drei Aufzügen nach einer Idee von W. Jacoby

von Carl Laufs

 [Uraufführung: 07.10.1890, Berlin. Wallner-Theater]

 

Programmheft zum Download

Pressevorbericht zur Probenarbeit

 

Man könnte die Posse, die in diesem Sommer im Schlosshof aufgeführt wird, nicht nur „PENSION SCHÖLLER“, sondern auch „Ein Käfig voller Narren“ nennen…

 Der Frühpensionär Philipp Klapproth hat seine gut gehende Fabrik verkauft und hat nun genügend Zeit und Geld, um all das im Leben nachzuholen, wofür er bisher keine Zeit hatte. Er interessiert sich einfach für alles: Homöopathie, Aktfotografie, deutsches Liedgut usw.

 Und so kommt er während seines Urlaubs im Seenland auf die „Schnapsidee“, eine Anstalt für Geisteskranke besuchen zu wollen: „ Es müssen ja nicht ganz schlimm Verrückte sein…es gibt doch solche Institute, wo nur ganz leichte Fälle sind und da gibt es dann abends immer so Gesellschaftsabende…hab ich gelesen…“

In Ermangelung einer tatsächlichen „Anstalt“, führen ihn nun sein Bruder und dessen Freund in die „ganz normale“ Pension Schöller und bestärken ihn in dem Gedanken, es sei eine Abendgesellschaft für „leicht bedeppste“ reiche Personen. Die seriöse Pension Schöller erweist tatsächlich als der Sammelplatz von ungewöhnlichen Typen, die es Klapproth leicht machen, zu glauben, von Verrückten umgeben zu sein: Die überdrehte Schriftstellerin Rosalinde Gilcher, der misanthropische Exmajor Gröber, der fanatische Weltenbummler Bernhardy, die „liebevolle“ Mutter, die ihre Tochter unbedingt an den Mann bringen will und der Schauspielschüler Eugen mit dem „sentsamen Sprachfehner, kein L deknamieren“ zu können.

Klapproth geht gutmütig auf die vermeintlichen und tatsächlichen Marotten ein und lädt alle großzügig ein, ihn doch einmal zu besuchen Natürlich darf in unserer Komödie auch eine Liebesromanze nicht fehlen. Verrückte…wohin man schaut!

Zum Schluss des Stückes wird Klapproth von all den anderen für verrückt gehalten…

 

Und so endet das Stück mit der Einsicht, dass es nur eine Frage der Perspektive sei, wer verrückt ist und wer nicht.

Dieser Denkweise können Sie, verehrte Zuschauer sicherlich zustimmen!

In diesem Sinne wünschen wir einen vergnüglichen und verrückten Abend im Schlosshof.

 

 

Personen:

 

PHILIPP KLAPPROTH , ein reicher spleeniger Frühpensionär – Thomas Schattner

 

ULRIKE SPROSSER, Witwe, seine Schwester - Beate Hammerl

 

IDA deren Tochter – Ronja Treitz

 

FRANZISKA , deren Tochter – Julia Metzger

 

ALFRED KLAPPROTH , jüngerer Bruder von Philipp Klapproth – Klaus Metzger

 

ERNST KISSLING, Maler, Alfreds Freund- Wolfgang Treitz

 

FRITZ BERNHARDY , Weltenbummler – Karl Schnitzlein

 

JOSEPHINE KRÜGER, Schriftstellerin – Docky Schattner

 

FRANZ SCHÖLLER, ehemaliger Musikdirektor und Besitzer der Pension Schöller – Georg Engelhard

 

AMALIE PFEIFFER, seine Schwägerin – Annelore Weigand

 

FRIEDERIKE, ihre Tochter – Manuela Grasl

 

EUGEN RÜMPEL, Schauspielschüler –Frank Harzbecker

 

GRÖBER, Major a. D. – Richard Schattner

 

KELLNERIN im Cafe – Lexi Lehmeier